Stresstoleranzfenster
Das Stresstoleranzfenster nach Daniel Siegel dient der einfachen Veranschaulichung unseres Nervensystems und seiner Stressreaktionen.
Innerhalb des Fensters erlebe ich sowohl Aktivierung (Sympathikus) als auch Ruhe und Entspannung (Parasympathikus). Auch wenn ich gefordert bin, kann ich noch klar denken, fühlen und handeln.
Oberhalb des Fensters gerate ich in Übererregung. Es ist zu viel, ich verliere die Verbindung zu mir selbst und zu anderen. Ich erlebe mich bedroht und handle im Überlebensmodus.
Unterhalb des Fensters gerate ich in Untererregung. Ich befinde mich in einem Zustand der Starre, ohne Verbindung zu mir und anderen.
Um die Fähigkeit zu stärken, auch in herausfordernden Situationen innerhalb des Stresstoleranzfensters zu bleiben, kann es helfen mir Fragen zu stellen wie:
Wo habe ich mich heute im Stresstoleranzfenster befunden?
War ich überwiegend im Sympathikus aktiv oder gab es auch parasympathische Momente der Ruhe und Erholung?
Um aus Zuständen der Über- oder Untererregung wieder ins Stresstoleranzfenster zurückzufinden, gibt es erlernbare Strategien.
Du bist nicht falsch, wenn du solche Zustände erlebst. Sie sind verständliche Reaktionen deines Nervensystems auf Überforderung.
